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Homocystein bei Patienten mit Thrombose Risiko
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Hans-Jürgen
Registriert: Mi Dez 15, 2010 4:49 am Beiträge: 0
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 Homocystein bei Patienten mit Thrombose Risiko
Hans Jurgen Fragt: Hatte dieses Jahr mehrere Thrombosen in beiden Armen. Ende August eine Lungenemblie. Wurde jetzt auf Marcumar eingestellt. Im September 2010 wurde mein Blut untersucht, weil keiner feststellen konnte, was der Auslöser für die Thrombosen war. Es wurde eine deutliche Hyperhomoysteinämnie festgestellt 48,0 mol/l ( normal bis 10 mol/l) und eine Erhöhung des Liprotein (a) Wert 57 mg/dl (normal bis 30 mg/dl). Mein Hausarzt weis nicht was er machen soll und kann mit den Werten nicht viel anfangen.
Muss ich zu einem Facharzt gehen, weil der Homoystein Wert gesenkt werden muss.
LG
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| Mi Dez 15, 2010 4:57 am |
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HomocysteinExperte
Site Admin
Registriert: Mi Aug 25, 2010 8:18 am Beiträge: 62
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 Re: Homocystein bei Patienten mit Thrombose Risiko
Lieber Hans Jürgen, Sie haben wenig von Ihren Vorerkrankungen erzählt (wie alt sind Sie? Nierenfunktion? Raucher? Alkohol? Unter welchen Umständen wurde Hcy gemessen? Stationäre Aufnahme? Kurz nach der Embolie? Wurde auf die Präanalytik geachtet?).
Generell betrachtet man einen Hcy-Spiegel von 48 mikromol/L als einen Risikofaktor für Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Es kann aber auch sein, dass Sie weitere Faktoren haben, die durch so hohe Hcy-Spiegel verstärkt worden sind, so dass es zur Thrombose kam. Lp(a) ist genetisch bedingter Faktor, den man nicht beeinflussen kann. Im Gegenteil dazu kann man Hcy leicht und kosteneffektiv senken. Man sollte auch weitere Abklärungen zum Thema Thrombose durchführen (Beispiel sind genetische Mutationen wie: Faktor V-Leiden, Hämochromatose, etc). Diese genetischen Mutationen können nicht verändert werden. Aber erhöhte Hcy-Spiegel können das Risiko bei Mutationsträgern vervielfachen. Was Hcy betrifft: man soll erst abklären was die Ursache ist, die zu Homocysteinämie geführt hat. Hier sind weitere Messungen von spezifischen Markern (wie Blutfolat, B12 oder lieber Holotranscobalamin, Methylmalonsäure, MTHFRC677T-Mutation und Nierenfunktionsmarker wie Kreatinin) sehr wichtig. Dann sollte man Hcy schnell senken. Je nachdem was die Untersuchungen ergibt, kann man mit Vitaminpräparaten (B12, Folat, und B6) als Injektion anfangen (ca. 2 pro Woche). Nach ca. 2-3 Wochen sollten sich die Vitamin-Speicher bereits gefüllt haben. Danach kann man auf orale Gaben zurückgreifen. Langfristig wird empfohlen: Folsäure 200 bis 500 Mikrogramm, B12 50-500 Mikrogramm und B6 10-50 mg. Besser ist es, wenn Sie alle 3 Vitamine kombinieren, da sie zusammen eine optimale Wirkung als Hcy Senker zeigen. Ab dann sollte das Hcy in Abständen von Ca. 6 Monaten kontrollieret werden (sollte möglichst unter 10 oder 12 mikromol/L bleiben; je nachdem was Ihr Nierenfunktionswert zeigt).
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| Mo Dez 20, 2010 5:00 pm |
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